FeelGood-Journey · Erfahrungsbericht
Warum ich mit meinem Röntgenbild nach Sri Lanka geflogen bin
Über Worte, die krank machen – und eine Haltung, die heilt.
Ach schade, die Hüfte ist auch schon kaputt.
Mit diesem Satz begann ein Orthopäden-Termin kurz vor meiner Sri-Lanka-Reise.
Ziemlich irritiert schaute ich damals aus der Umkleidekabine:
„Meinen Sie meine Hüfte? Sieht es nicht so gut aus?“, versuchte ich den Satz noch ein wenig umzubiegen.
„Nein, Sie müssen ja seit Jahren höllische Schmerzen haben“, antwortete die Dame hinter dem Bildschirm, die gebannt auf mein Röntgenbild schaute.
Worte machen schließlich etwas mit uns. Viel mehr, als uns oft bewusst ist.
Wenn ein Mensch hört:
- „Das ist kaputt.“
- „Damit müssen Sie leben.“
- „Das wird nur noch schlimmer.“
… dann entsteht innerlich oft ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Verfall.
Und genau das hat mich so erschüttert.
Der Arzt wollte mir stärkere Schmerzmittel verschreiben, erklärte mir, ich solle möglichst nicht mehr spazieren gehen, und letztlich könne man nur versuchen, alles so lange hinauszuzögern, „bis wenigstens eine 6 davorsteht“.
Ich saß da und dachte nur:
Echt jetzt? Wovon spricht er? Welche Schmerzmittel? (Ich nehme keine.) Nicht mehr täglich spazieren gehen?
Bitte versteht mich nicht falsch:
Ich möchte hier niemandem Kompetenzen absprechen und auch keine Diskussion „Allgemeinmedizin gegen Naturheilkunde“ lostreten.
Mich hat vielmehr die Art der Kommunikation beschäftigt.
Denn was machen solche Aussagen mit Menschen?
Mit Menschen, die ohnehin Angst haben?
Mit Menschen, die aus den Worten ihres Arztes ihre Zukunft ableiten?
Mich persönlich traf die ganze Energie dieses Termins jedenfalls so sehr, dass mir erst einmal die Tränen liefen, als ich die Praxis verließ. Nicht wegen meiner Hüfte, sondern wegen dieser Aussichtslosigkeit, die plötzlich im Raum stand – obwohl ich sie innerlich überhaupt nicht teilte.
Also reiste ich kurze Zeit später – mit meinem Röntgenbild – nach Sri Lanka.
Und dort erlebte ich etwas völlig anderes.
Natürlich sagte auch unsere Ärztin ganz klar, dass das Ganze bereits weiter fortgeschritten sei. Aber die Energie dahinter war eine völlig andere.
Kein Drama.
Kein „Oh Gott“.
Kein „Damit musst Du jetzt leben.“
Sondern lediglich:
Was für ein Unterschied.
Es ging weder um Schönreden noch um Verdrängung. Sondern um Ruhe, Möglichkeiten, Begleitung – und darum, den Körper zu unterstützen, statt ihn vorschnell aufzugeben.
Ich bekam täglich mehrere Behandlungen, angepasstes Essen, Öle, Ayurveda-Medizin, Wärme, Bewegung und sehr viel Ruhe.
Nach zehn Tagen ließen wir erneut ein Röntgenbild erstellen.
Und obwohl ich deutlich spürte, wie sehr mein Körper auf die Behandlungen reagierte, war es noch einmal etwas völlig anderes, die Veränderungen schwarz auf weiß vor sich zu sehen.
Der Befund zeigte bereits sichtbare Veränderungen – nach gerade einmal zehn Tagen. 🥰
Und hier hörte ich ganz andere Sätze:
- Dass Bewegung wichtig ist.
- Dass Spaziergänge gut für mich sind.
- Dass Aufbau möglich ist.
- Dass Heilung Zeit braucht.
- Dass der Körper eben nicht automatisch „kaputt“ ist, nur weil etwas verändert ist.
Vielleicht magst Du den Unterschied mal innerlich nachfühlen?
Besonders nachdenklich machten mich diese Gedanken unserer Ärztin:
„Die Menschen im Westen wollen schnelle Ergebnisse. Sie haben keine Zeit.“
„Und oft behandeln sie ihren Körper wie ein Auto: Wenn etwas nicht mehr richtig funktioniert, wird das Teil möglichst schnell ersetzt.“
Dieser Satz ist mir hängen geblieben.
Ayurveda braucht Zeit. Es ist nicht nur eine Behandlung, sondern vielmehr eine Haltung. Ein Prozess, der Geduld, Regelmäßigkeit und Zuwendung braucht.
Genau diese Haltung erlebe ich jedes Mal in Sri Lanka.
Und vermutlich ist das auch der Grund, weshalb unsere FeelGood-Journeys für viele Menschen weit mehr sind als einfach nur eine Reise. 🤗
Falls Du neugierig geworden bist – hier findest Du die aktuellen Sri-Lanka-Termine für 2026.
Zu den Reise-Details →Herzliche Grüße,
Petra 🤍